Hundesport: Hast du den Mut Feedback zu geben?

FeedbackregelnWir stecken in verschiedenen Funktionen und stehen immer wieder am Punkt Rückmeldung zu geben.

Rückmeldung,

  • als Richter zu einem bewerteten Spiel
  • als Trainer zu einem Spieler im Team
  • als Seminarleiter zu einem Teilnehmer
  • als Vertrauter zu einem Freund
  • als Zuschauer zu einer gesehenen Vorführung

Und da gibt es noch weitere Rollen, in welchen wir Rückmeldung geben.

Überlegst du dir vorher, wie du deine Rückmeldung formulierst oder sprudelt es aus dir heraus? Ich erlebe, dass Rückmeldungen zwar gut gemeint sind, jedoch nicht so ankommen.

Dies verursacht Ärger auf beiden Seiten, Freundschaften gehen in Brüche und das was zurück gemeldet wurde, hat keine Anwendung gefunden.

Sehr schade!

Wenn du aufmerksam zuhörst, kannst du Wertvolles aus den Rückmeldungen heraus ziehen.

Wie gebe ich gutes Feedback?

Auf das Wie kommt es an, damit eine Rückmeldung gehört und angenommen wird.

Keine ungebetene Rückmeldung

Nicht jeder will Feedback hören. Auch ist nicht jede Situation oder jeder Zeitpunkt geeignet und du bist nicht immer die richtige Person um Feedback zu geben.

Frag, ob die Person dein Feedback hören will. Akzeptiere, wenn jemand nein sagt.

Keine Ohrfeigen

Wir kennen es alle: „DU hast nicht für deinen Hund gespielt, DU warst viel zu hektisch, DU musst die Frisbee besser kontrollieren…“

Das ist keine Rückmeldung, das sind Ohrfeigen und die wollen wir nicht hören.

Sprich aus deiner Sicht und in der Ich-Form. „Mir ist aufgefallen, ich habe gesehen, für mich war, in meinen Augen…“

Keine wertende Rückmeldung

„Ich finde deine Rückhand schlecht.“ Danke, was soll ich jetzt damit?

Beschreibe die Situation und Werte nicht. Ob du die Rückhand gut oder schlecht findest hilft nicht.

Wichtig ist die Beschreibung, was hast du bemerkt? „Ich habe gesehen, dass deine Rückhand in der Luft flattert“.

Keine Veränderung möglich

„Ich denke, dein Hund springt sicherer über dein Bein, wenn du dich hinkniest“.

Eine schöne Rückmeldung. Bringt nichts, weil der Spieler ein kaputtes Knie hat und sich nicht hinknien kann.

Wusstest du das nicht? Ok, dann weisst du es jetzt.

Falls du es weisst, macht die Rückmeldung keinen Sinn.

Sprich Punkte an, welche für dein Gegenüber veränderbar sind.

Feedback formulieren – eine Möglichkeit

Wie sage ich es dem Kinde?

Halte dich an die oben genannten Richtungsweiser und formuliere deine Rückmeldung anhand der Punkte.

Melde zurück, was du beobachtet hast, was dir aufgefallen ist. Sag, was dies bei dir bewirkt hat und welche Veränderung du gut findest.

  • Was wurde beobachtet? Ich habe gesehen…
  • Was resultiert daraus? Das hat bei mir bewirkt…
  • Wie könnte das geändert werden? Ich wünsche mir…

Situation: Der Spieler kniet am Boden und lässt seinen Hund durch ein angewinkeltes Bein laufen. Dabei legt sich der grosse Hund fast hin um durch zu kommen.

Ich habe bemerkt, dass dein Hund sich fast hinlegt um durch dein angewinkeltes Bein zu kommen. Der Hund nimmt anschliessend schleppend Tempo auf. Er muss sich ja erst aufrichten.

Dies gibt einen ziemlichen Unterbruch in deiner Kür.

Ich würde das Bein mehr anstellen um ein grösseres Tunnel für deinen Hund zu machen. Oder stell dich hin, dann hat dein Hund genug Platz und die Kür bleibt flüssig.

Wie gehe ich mit einer Rückmeldung um?

Wir mögen es alle nicht. Da kommt jemand und hat das Gefühl, er wisse es besser. Dabei hat er keine Ahnung, wie es wirklich ist. Er hat einen anderen Hund und ihm wurde das Wurftalent in die Wiege gelegt.

Was soll ich mir von dieser Person sagen lassen?

Mit dieser Einstellung kommst du nicht weit!

Wir lernen viel von anderen Leuten. Von Leuten, welche von aussen auf das Spiel schauen. Von Leuten, welche einen anderen Standpunkt haben. Und von Leuten, welche uns kennen und unsere Freunde sind.

Sei offen für Rückmeldungen – du wirst davon profitieren!

Klar musst du nicht jedes Feedback in jeder Situation entgegen nehmen. Du entscheidest. Wenn es dir gerade nicht passt, sag das der Person. Vielleicht wollt ihr später darüber sprechen.

Zuhören, nicht erklären

„Aber, das geht mit meinem Hund nicht, ich kann das nicht, das liegt an der kleinen Halle…“

Kennen wir, oder?

Sobald uns jemand etwas zurückmeldet, verteidigen wir uns. Wir erklären uns, warum die Situation so ist oder was wir dabei gedacht haben.

Dies endet in einer Diskussion und wir verlieren das gute Feedback.

Wenn du dich entschlossen hast Rückmeldungen anzunehmen, höre aufmerksam zu. Auch wenn sich in dir gerade Unmut regt, schlucke es runter. Was sagt dir die Person? Suchst du nach Gegenargumente,n hörst du nicht mehr aufmerksam zu.

Rückfragen ja

Ist dir nicht klar was die Person meint? Brauchst du mehr Infos, eine konkrete Situation? Kein Problem – frag nach?

Hier geht es um Verständnisfragen. Verfalle nicht ins Erklären und Rausreden. Versuch zu verstehen, was die Person dir gerade sagt.

Was macht das Feedback mit mir?

Der Eine sendet eine Rückmeldung und der Andere empfängt die Rückmeldung. Gesprochen habt ihr aber nicht über das Gleiche. Du hast es anders verstanden, als es die Person gemeint hat.

Dies hat viel mit eurer Beziehung zueinander zu tun und mit der Art und Weise wie gesendet und empfangen wird.

Nachdem du aufmerksam zugehört hast, fasse in deinen Worten nochmals zusammen, was die Person dir in deinen Ohren gesagt hat.

Sprecht ihr vom Gleichen, wird die Person dir das bestätigen. Ist es bei dir anders angekommen, wird die Person sich nochmals erklären.

Sag dieser Person, was die Rückmeldung bei dir bewirkt. Bist du dankbar? Macht es dich wütend und warum? Bist du hilflos?

Du entscheidest

Sei dir klar, dass dies eine Rückmeldung ist. Du wurdest gefragt, und wolltest das Feedback hören. Das heisst nicht, dass du die Rückmeldung annehmen und umsetzen musst.

Du entscheidest, ob du die Veränderung machst und machen kannst. Oder einen Teil davon? Hast du gemerkt, dass du was Ändern musst, dir der Vorschlag dieser Person aber nicht hilft? Suche nach einer Lösung.

Du entscheidest, wie du mit dem Feedback umgehst.

Fazit

Rückmeldungen wie sie ihm Lehrbuch stehen. Das Leben sieht anders aus.

So ist es. Und aus diesem Grund übe ich mich in Rückmeldung geben. Dies begegnet uns jeden Tag. In vielen Situationen fällt uns etwas auf und wir wollen es zurück melden.

Ich versuche mich an die Regeln zu halten um mein Gegenüber wert zu schätzen. Es wird dir immer leichter fallen und du wendest die Regeln automatisch an.

Du entwickelst Abwandlungen und eigene Strategien für Rückmeldungen. Das Schöne ist, die Rückmeldungen kommen an und werden umgesetzt.

Die Leute sind dankbar um ein konstruktives Feedback.

Also los, wem kannst du Rückmeldung geben? Und, bei wem kannst du ein Feedback einholen?

Hast du den Mut, dem Bloggi Feedback zu geben?

Auch wir leben und profitieren von Rückmeldungen. Teile uns mit, wie du den Blog erlebst und was du dir wünscht. Vielen Dank für dein wertvolles Feedback.

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Über Sandra

Ich bin seit 2008 vom DiscDog-Virus angesteckt. Meine Faszination entfaltet sich hinter den Kulissen und neben dem Turnierfeld. Ich bin sozusagen die Online-DiscDoggerin.

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