Hunde fressen über die Pfoten

Hunde rennen für ihr Leben gerne
Hunde rennen für ihr Leben gerne

Wölfe sind fürs Laufen geboren. Sie laufen viele Kilometer am Tag um Beute zu machen und das Rudel zu ernähren. Ist die Beute in Sicht, wird Tempo aufgenommen und der Wolf rennt seiner Beute nach. Fressen geht somit über die Pfoten!

Hunde wollen laufen – das wölfische Verhalten steckt noch in unserem domestizierten Haushunde. Der Hund will nicht nur laufen, er will rennen und Beute machen.

Die Gefahr steckt im Stock

Ein Hund trägt einen Stock, ein übliches Bild wie du es überall antreffen kannst. Unsere Hunde lieben es an einem Stock rumzuknabbern. Einige Hunde fordern dazu auf, den Stock zu werfen. Diesen bringen sie mit grösstem Eifer zurück – sie haben für das Rudel Beute gemacht. Genau hier lauert die Gefahr!

Viele grausame Bilder lassen sich mit folgendem Motiv finden:

  • dem Hund steckt ein Stock im Rachen
  • der Hund hat sich mit dem Stock aufgespiesst

Wenn dein Hund Glück hat, kommt er mit dem Leben davon. Wenn du Glück hast, ist die Tierarztrechnung nicht in schwindelerregende Höhen gestiegen.

Steckt deinem Hund ein Stock im Fleisch darfst du diesen nicht rausziehen. Der Stock könnte eine Arterie verletzt haben. Durch das Entfernen des Stocks, hat das Blut freie Bahn und dein Hund droht zu verbluten. Sofort zum Tierarzt und den Hund beim Transport schützen, dass die Verletzung nicht schlimmer wird.

Droht der Hund sich weiter zu verletzen weil er das störende Ding los haben will, musst du handeln. Bitte mit äusserster Vorsicht den Stock entfernen und auf schnellstem Weg zum Tierarzt.

Das Stöckchen kann aber weiteren Leuten schaden. Du wirfst den Stock in eine Wiese, dein Hund findet diesen nicht oder hat kein Interesse mehr. Gehst du den Stock suchen? Wahrscheinlich nicht! Somit ist der Bauer der Gestrafte.

Denk darüber nach, wie oft ist es bei dir und deinem Hund gut gegangen? Wie fühlst du dich, wenn der Tag X kommt, wo es nicht mehr gut ausgeht? Ich appelliere an dich als Hundehalter – hier muss ein Umdenken stattfinden.

Verzichte komplett auf das Werfen von Stöckchen. Dein Hund darf weiterhin auf einem Stock rumknabbern. Achte darauf, dass es kein brüchiges Holz ist und dass das Stöckchen keine spitzigen Enden hat. Im Zoofachhandel bekommst du Wurzeln und Geweihe. Dies ist ein guter Knabber-Ersatz zum Stöckchen.

Wie du die Gefahr vermeiden kannst

Was ist jetzt mit dem Spass, mit dem Fressen über die Pfoten? Ist es nicht schön zu sehen wie die Augen deines Hundes leuchten, wenn du ein Stöckchen wirfst? Wie wäre es mit einer Renn-Alternative?

Es gibt unendlich viel Spielzeug für Hunde. Sei das ein Ball, ein Kong, ein Zergel oder für uns das Liebste eine Frisbee.

  1. Ersetz den Stock durch ein Spielzeug
  2. Ersetz das Spielzeug durch eine Frisbee

Warum ist die Frisbee besser als das Spieli?

Wirf deinem Hund einen Ball, was kannst du beobachten?

  • Der Hund rennt Vollgas hinter dem Ball (der Beute) her
  • Der Ball liegt auf dem Boden wenn der Hund ankommt (Beute ist tot)
  • Der Hund macht eine Vollbremsung und hebt den Ball auf
  • Der Hund dreht auf der Hinterhand und kommt zu dir zurück (bringt Beute zum Rudel)

Nun wirf deinem Hund eine Frisbee, was kannst du jetzt beobachten?

  • Der Hund rennt Vollgas hinter der Frisbee (der Beute) her
  • Die Frisbee fliegt noch wenn der Hund diese erreicht (Beute lebt)
  • Der Hund schnappt sich die fliegende Scheibe im Lauf
  • Der Hund läuft aus, dreht ab und kommt zu dir zurück (bringt Beute zum Rudel)

Welche Unterschiede entdeckst du?

Genau, da der Hund keine Vollbremsung machen muss, vermeiden wir das belastende „Stop and Go“. Der Hund kann die Frisbee fangen und weiterlaufen. Er wird normal runterbremsen. Die „Stop and Go“ Spiele belasten die Gelenke, den Rücken und den Knochenbau.

Dadurch dass der Hund nach dem Fangen der Scheibe noch läuft, kann er sanft abdrehen um zurück zu kommen. Beim Ball steht er (nach der Vollbremsung) und wird auf der Hinterhand abdrehen. Das geht in die Gelenke.

Der Hund hat ein grösseres Erfolgserlebnis, weil seine Beute noch lebt.

Somit ist das Spiel mit einer Frisbee gelenkschonender und mit einem grösseren Spass-Faktor verbunden als das Spiel mit einem Ball.

Dies setzt voraus, dass du die richtige Frisbee hast
und dass du werfen kannst.

Auch Junghunde müssen im Wolfsrudel mitlaufen und bei der Jagd helfen. Somit darfst du bereits mit einem Junghund Frisbee spielen.

Aber Achtung, auf das WIE kommt es an.

Richtig handeln – Verletzungen vermeiden

Verletzungen können bei noch so achtsamem Spiel passieren. Gutes Aufwärmen schützt und ist wichtig.

Beobachte deinen Hund. Hunde sind tapfer und zeigen Schmerzen spät oder gar nicht an. Das haben sie noch von den Wölfen. Wer im Rudel nicht mithalten kann gefährdet die Meute und wird vom Rudel getrennt. Dazu kommt, dass die Schmerzgrenze viel höher ist als bei uns Menschen.

Zeigt dein Hund ein dir ungewohntes Verhalten, ist der Gang zum Tierarzt zu empfehlen.

Lass deinen Hund auch mal von einem Physiotherapeuten durchchecken. Bereits durch normales Hunde Spiel kann es passieren, dass dein Hund eine Blockade in den Wirbeln bekommt. Das fühlt sich wie eine Verspannung an. Der Hund zeigt wahrscheinlich keinen Schmerz an, beginnt aber die Stelle zu entlasten. Dadurch entstehen Fehlbelastungen und weitere Folgeerkrankungen.

Zeigt dein Hund häufig Passgang (Vorder- und Hinterbein auf der gleichen Seite gehen gemeinsam)? Normal ist der Trab (linkes Vorderbein und rechtes Hinterbein gehen gemeinsam). Hier ist es ratsam den Hund nach Blockaden durchchecken zu lassen.

Los, geh mit deinem Hund auf Streifzug – Fressen geht über die Pfoten!

Hast du den Ball weggelegt? Wann war der letzte Termin beim Hunde-Physiotherapeuten? Wie viel Spass hast du mit deinem Hund beim Beutespiel?

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Über Sandra

Ich bin seit 2008 vom DiscDog-Virus angesteckt. Meine Faszination entfaltet sich hinter den Kulissen und neben dem Turnierfeld. Ich bin sozusagen die Online-DiscDoggerin.

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