13 Lügen, die sich hartnäckig im Hundefrisbee halten [Teil 1]

Hundefribee Teddy-Bär
DiscDogger T. Bär – Name von der Redaktion geändert

Was macht ihr? Hundefrisbee!

Das ist doch der Sport, welcher so schädlich für die Hunde ist. Das würde ich nie mit meinem Hund machen.

Solche Aussagen treffen wir auf den Messen an. Einige dieser kritischen Menschen, spielen heute selbst Frisbee mit ihrem Hund. Wenn du ins DiscDogging reinschaust, erkennst du die Lügen, welche über den Sport verbreitet werden.

Wir räumen auf damit.

1. Dogfrisbee besteht aus Sprüngen

Beim Dogfrisbee geht es nur um Sprünge. Der Hund springt über den Menschen und der Hund springt um die Frisbee aus der Luft zu holen. Diese Sprünge werden bewertet und somit von allen Discdoggern gezeigt. Ein Leben lang solche Sprünge ist schädlich für den Hund.

Ja, Sprünge sind Bestandteil einer Dogfrisbee Vorführung. Der Hund springt über das Bein des Spielers und fängt eine Frisbee. Auch Körperabsprünge werden gezeigt. Dabei nutzt der Hund den Spieler als Sprungbrett. Er springt dem Spieler auf den Rücken um von dort eine Frisbee zu fangen.

Sprünge sind ein Bestandteil und nicht die einzigen Elemente. Der Hund zeigt verschiedene Tricks aus dem Trickdog. Ein Vielfaches einer Kür rennt der Hund – er nimmt die Verfolgung der Scheibe auf. Dies funktioniert ohne Sprung.

Der Richter für den Hund schaut auf verschiedene Punkte. Wie ist die Motivation eine Frisbee zu verfolgen und zu fangen? Zeigt der Hund von Anfang bis Ende den gleichen Einsatz? Kommuniziert der Hund mit seinem Spieler?

Und natürlich werden auch Sprünge bewertet. Und diese Bewertung macht es so wichtig. Bewertet wird, wie kontrolliert der Hund springt und wie sicher er landet. Ein Hund, welcher schlechte und unkontrollierte Sprünge zeigt, bekommt Abzug.

Knickt oder kracht der Hund bei einem Sprung ein, gibt dies ebenfalls Abzug und kann zur Disqualifikation führen.

DiscDogger achten darauf wie ihre Hunde springen. Und wenn mein Hund nicht gut springt, lasse ich die Elemente weg. Es geht ohne. Ich behaupte, ein DiscDog springt kontrollierter als ein Hund, welcher einem Ball oder Stock hinterher rennt.

Sprünge werden nicht bis zum Abwinken trainiert. Der Hund kann springen. Meistens liegt es am Menschen, wenn es nicht klappt. Somit wird der Mensch und nicht der Hund trainiert.

Für den Spass im Garten, lass die Sprünge weg. Diese sollten unter Anleitung trainiert werden und du hast auch ohne Sprünge richtig viel Spass. Dogfrisbee ist viel mehr.

2. Dogfrisbee ist nur für wenige Hunderassen geeignet

Hundefrisbee ist für Border und Aussies. Diese Hunde bringen die nötige Veranlagung für diesen Sport mit. Sie sind schnell, haben eine gute Körperbeherrschung und gutes Sprungvermögen.

Genau, 70 Prozent der Turnierhunde gehören diesen Rassen an. Aber die restlichen 30 Prozent sind nicht zu unterschätzen. So wurde ein Mischling aus Rumänien Weltmeister. Und das ist kein Einzelfall.

In den Top 10 der Schweiz spielen ein Dobermann und mehrere Mischlinge mit. Gerade bei den Mischlingen sind wahre Talente zu sehen.

DEN Frisbeehund gibt es nicht. Jeder gesunde Hund hat Spass am Spiel mit der fliegenden Scheibe. Ob gross oder klein. Du passt das Spiel auf deinen Hund an.

So ist das eine Spiel gemütlich und ohne Sprünge und bei einem anderen Hund fordernd und zackig. Weder das Eine noch das Andere ist schöner oder besser. Wenn das Spiel zu deinem Hund passt, entsteht eine Harmonie. Und dies ist das Schöne am Spiel.

Wenn du einen spielfreudigen Hund zu Hause hast und dieser gesund ist, steht dem spannenden Spiel im Garten nichts im Weg. Ran an die Scheiben.

3. DiscDogger sind athletische Menschen

DiscDogger haben einen durchtrainierten Körper, sind jung und athletisch. Nur mit hartem Training kann ein gutes Spiel gezeigt werden.

Wow, das wäre was. So könnten wir auf dem Feld einen Schönheitswettbewerb machen. Was für ein Zuschauermagnet. Klar, der Spieler zeigt grossen Einsatz und manch einer braucht nach den zwei Minuten ein Sauerstoffzelt.

Aber wie beim Hund ist es auch beim Spieler so. Jeder kann Frisbee spielen. Ob jung oder alt, ob rund oder knochig. Mann wie Frau, Mädchen wie Junge. Ob mit oder ohne körperliche Einschränkungen.

Du brauchst den Zugang zur Frisbee. Das Werfen muss dir Spass machen und deinen Entdeckergeist wecken. Wie funktioniert der Skip? Warum fliegt die Frisbee?

Und es gibt sie, die Gesegneten. Denen fällt das in den Schoss. Ohne viel Anstrengungen und Training. Die grosse Mehrheit kämpft sich mit der Scheibe erst mal ab. Ohne regelmässiges Training sitzen die Würfe nicht.

Und dann gibt es da noch die Leute, welche aus dem Handstand eine Frisbee werfen. Der Wurf ist vielleicht nicht schwierig, aber mach mal einen Handstand!

Und auch hier: es ist cool so was zu sehen und ich staune öfters. Es ist jedoch kein Muss. Deine Bewertung wird nicht tiefer ausfallen, weil du keinen Handstand zeigst. Auch wird der Richter dein Alter und deine Bewegungsmöglichkeit in seine Bewertung einfliessen lassen.

Und wenn du zu Hause mit deinem Hund Spass hast, spielt es keine Rolle wie athletisch du bist. Wichtig ist, dass du die Frisbee kontrolliert wirfst.

4. Schneller, höher, weiter – der Leitspruch im Hundefrisbee

Ich sehe es auf den Fotos und auf Videos. Da springt der Hund bis über den Kopf des Menschen. Da verdreht sich der Hund in der Luft und da geht es um Geschwindigkeit. Gesund ist dies auf keinen Fall.

Schneller, höher, weiter ist ein beliebter Spruch und wird gerne von Zeitungen als Bildunterschrift genommen.

Im DiscDogging wird stark dagegen angekämpft. Die Regelwerke und die Richter haben ein Auge darauf. Eine Darbietung wird nicht besser bewertet weil der Hund hoch springt.

Kommt dieser Hund bei der Landung falsch auf, gibt es Abzug wegen Gefährdung des Hundes.

Je schneller ein Hund in der Minidistance (Distanzspiel) läuft, umso mehr Chancen hat der Spieler mehrere Würfe zu machen. Innerhalb einer Minute zählt jeder in bestimmten Zonen gefangenen Wurf.

Dies nützt nichts, wenn der Hund die Frisbee nicht zurück bringt oder die Frisbee nicht fängt. Ein kopfloser, schneller Hund erspielt unter Umständen weniger Punkte.

Und die Freestyle kannst du so anpassen, dass dein Hund gut aussieht. Egal ober er schnell oder langsam ist.

Wir wollen die Hunde beim Frisbee rennen sehen. Also eine Kür, welche nur aus kurzen und körpernahmen Elementen bestehen, hat für mich weniger Faszination. In eine Freestyle-Kür gehört Beides. Ich will sehen, wie der Hund läuft und die Frisbee auf längere Distanz verfolgt.

Eine Kür, welche nur aus weiten Würfen besteht, ist reizlos. Die Kombination macht es aus.

Und bei der Minidistance macht es keinen Sinn den Hund weit über die letzte Zone hinaus zu schicken. Dies kostet wertvolle Zeit und bringt nicht mehr Punkte.

Schreib dir dies für dein Spiel zu Hause hinter die Ohren. Es geht nicht darum den Hund möglichst weit zu schicken. Die Sprünge dürfen nicht hoch sein und kontrolliere deinen Hund in der Geschwindigkeit.

5. DiscDogs sind hyperaktive Hunde

DiscDogs werden zu hyperaktiven Hunden herangezüchtet. Die Hunde können nicht abschalten und stehen immer unter Strom. Normaler Alltag ist nicht zu meistern.

Ja, die gibt es. Wie in jedem anderen Hundesport und wie in vielen Familien. Dies hat nichts mit dem Sport zu tun. Die Art und Weise ist entscheidend.

DiscDogs lernen sich ein- und auszuschalten. Wenn ich das Spiel beginne gibt es ein entsprechendes Signal. Und auch für das Ende gibt es ein Signal. Nach dem Spiel fährt mein Hund runter und entspannt sich.

Impulskontrolle wird von Anfang an ins Training eingebaut. Der Hund lernt, dass die Frisbee cool ist, aber kontrolliert. Die Frisbee gehört mir und der Hund spielt zusammen mit mir.

Auch kann ich mich mit der Frisbee beschäftigen ohne dass mein Hund mir gleich am Arm hängt.

Schau dich auf einem Turnier um. Hier siehst du viele DiscDogs, welche entspannt am Spielfeldrand liegen und schlafen.

Das Spiel mit der Frisbee macht Spass, ist aber nicht der Lebensinhalt dieser Hunde. Ein ausgeglichener, gut ausgeruhter Hund spielt viel zuverlässiger als ein durchgeknallter Hund.

Übe Impulskontrolle wenn du mit deinem Hund im Garten spielst. Baue ein Signal für den Einstieg und für den Abschluss auf. Überlasse die Frisbee nie deinem Hund wenn du nicht da bist.

Im nächsten und auch im dritten Teil räumen wir mit weitern Lügen auf. Bleib dran und kläre die Leute immer wieder über die Lügen im Dogfrisbee auf.

Hundefrisbee live erleben

Hund spielt FrisbeeVom 23. – 25. September sind wir mit DogFrisbee Glattal an der Hundemesse der Züspa. Wir geben jeweils Mittags und um 16 Uhr Hundefrisbee-Vorführungen. Besuch uns am Stand A19 in der Halle 7, gerne beantworten wir deine Fragen. Auch haben wir die original Hundefrisbee aus Amerika zum verkauf dabei.

Am 24. September sind wir zusammen mit Hundefrisbee Bodensee und dem Frisbee-Treff Oeschgen am Kindertag in Liestal. Ein spannender Tag mit vielen Kindern erwartet uns. Wir zeigen Hundefrisbee und du kannst dich gleich im Werfen üben. Schau vorbei, der Eintritt ist frei.

Am 2. Oktober veranstalten wir das Swiss United. Erlebe DiscDogger auf dem Turnier. Action den ganzen Tag für die ganze Familie. Eintritt frei. Parkplätze direkt vor Ort. Info- und Verkaufsstände laden zum Shoppen ein.

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Über Sandra

Ich bin seit 2008 vom DiscDog-Virus angesteckt. Meine Faszination entfaltet sich hinter den Kulissen und neben dem Turnierfeld. Ich bin sozusagen die Online-DiscDoggerin.

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