Warum der Hund im Büro dich gesund hält

Hund vor Laptop
Sam macht den Arbeitsalltag spannend

Jeder Hundebesitzer, der Karriere und Freizeit unter einen Hut bringen will, kennt das Problem. Auch ich habe mir immer wieder die Frage gestellt: „Kann ich meinen Hund mit ins Büro nehmen?“ Obwohl die genaue Antwort auf dieses Problem natürlich stark von Hund und Arbeitgeber abhängt, gibt es einige Tipps, die ich durch eigene Erfahrungen und aus Gesprächen mit Freundinnen gelernt habe. Heute möchte ich dir zeigen, wie du Haustier und Beruf vereinen kannst.

Rechtlich gibt es keine Ansprüche

Tagtäglich nehmen viele Angestellte ihren Hund mit ins Büro. Andere kämpfen bei ihren Vorgesetzten wochenlang vergeblich für die Erlaubnis. Klar ist: eine verbindliche rechtliche Regelung gibt es in der Schweiz nicht. Und in absehbarer Zeit wird sich das nicht ändern. Tierfreunde können sich nicht einmal dagegen wehren, wenn der Chef bei der Tierhaltung einzelne Mitarbeiter bevorzugt – das kann für Frust sorgen.

Um ganz ehrlich zu sein: Das aktuelle Meinungsbild zur Tierhaltung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt ist eher schlecht. Eine aktuelle Umfrage des Magazins „Tierwelt“ zeigt dass 53 Prozent die Tierhaltung am Arbeitsplatz ablehnen. Es gibt aber auch Positivbeispiele: Ein Riesenbonus ist es natürlich immer, wenn der Chef oder die Chefin selbst Hundebesitzer ist – man kann sich dann einfach besser in seine hundeverrückten Angestellten hineinversetzen.

Manche Unternehmen, wie zum Beispiel Google, haben sogar eine standortübergreifende „dog policy“ – Hunde sind dort grundsätzlich überall und an allen Standorten willkommen. Google Schweiz hat dazu das folgende Statement veröffentlicht: „Die Anwesenheit von Hunden in Büros von Google ist ein einzigartiger und hoch geschätzter Teil unserer Arbeitsplatzkultur“ – ein Verweis auf solche Unternehmen könnte dir beim Arbeitgeber weiterhelfen.

Falls du mit rechtlichen Mitteln argumentieren willst, gibt es in der Schweiz ein Gesetz, dass zu deinen Gunsten ausgelegt werden kann: Wer nämlich nach Feierabend sein Tier bewegen muss, kann vom Chef zum Beispiel nicht beliebig oft und unbeschränkt lange zu Überstunden gezwungen werden. Das Gesetz schreibt vor, dass Überstunden für den Arbeitnehmer zumutbar sein müssen.

Die Fakten sprechen für den Hund im Büro

Den meisten Chefs ist es wichtig, dass das Büro sauber bleibt und eine angenehme Arbeitsatmosphäre herrscht. Es ist daher unabdingbar, dass dein Hund gut erzogen ist, sich für eine Weile mit sich selbst vergnügen kann und nicht die ganze Zeit bellt oder Leute anspringt.

Je nach Vorgesetztem kann es auch Sinn machen, mit klaren, faktenbasierten Argumenten zu arbeiten: Bürohunde haben generell positive Auswirkungen auf das Arbeitsklima. Ein Versuch der Universität Buffalo in den USA hat sogar nachgewiesen, dass die reine Anwesenheit eines Hundes im selben Raum bereits für eine Stress-senkende Wirkung und somit für einen niedrigeren Blutdruck sorgen kann. Welcher Chef kann da schon „Nein“ sagen? 😉

4 Tipps, um deinen Chef oder deine Chefin zu überzeugen

Um dein Ziel zu erreichen und deinen Hund mit ins Büro zu nehmen, musst du kreativ werden. Versuche, in deiner Firma so zu argumentieren, dass dein Vorgesetzter am Ende gar keine andere Wahl mehr hat als „Ja“ zu sagen. Die folgenden Tipps haben mir geholfen, meinen Dackel Holberg mit ins Büro zu bringen:

Stell sicher, dass der Hund den Arbeitsbetrieb nicht stört
Bei den Verhandlungen mit dem Chef solltest du klar darlegen können, dass der Hund den Arbeitsbetrieb nicht stören wird. Zeige dem Chef, dass dein Vierbeiner gesund, fit und gut erzogen ist. Erkläre ihm, wo sich der Hund aufhalten wird und warum sich der Kleine nicht negativ auf eure Produktivität auswirken wird. Dann ist es deutlich wahrscheinlicher, grünes Licht zu bekommen!

Lass dein Vorhaben unbedingt von allen Seiten absegnen
Nicht nur der Chef oder die Chefin sollte euch grünes Licht erteilen, auch die KollegInnen müssen um Rat gefragt werden. Mögliche Konflikte können bei Hunde- oder Tierallergien auftreten, zudem haben manche Mitarbeiter möglicherweise Angst vor (grossen) Hunden. Gehe hier lieber auf Nummer sicher!

Schaffe eine hundefreundliche Atmosphäre am Arbeitsplatz
Wie zu Hause sollte auch am Arbeitsplatz eine Umgebung herrschen, in der sich dein Hund wohlfühlen kann. Raucherbüros, Maschinengestank oder extrem laute Geräuschkulissen sind reine Folter und sollten vermieden werden. Das Büro sollte zu jeder Jahreszeit gut klimatisiert sein und im Idealfall gibt es für die Mittagspause grüne Auslaufmöglichkeiten in der Umgebung.

Gewöhne den Hund Schritt für Schritt ans Büro
Falls du grünes Licht bekommen hast, empfiehlt es sich, den Kleinen Schritt für Schritt an die neue Umgebung zu gewöhnen. Am Anfang solltest du deinen Hund nur für ein paar Stunden oder einen halben Tag mitbringen – falls möglich. Erhöhe dann die Stundenzahl von Tag zu Tag. So stellst du einen fliessenden Übergang sicher und gibst deinem Liebling genügend Zeit zur Gewöhnung.

Was tun, wenn der Hund krank ist?

Kritisch wird es natürlich auch, wenn dein Liebling krank wird. Bei meinem Holberg ist es so, dass er dann sehr verfressen wird und sich Dinge schnappt, die er nicht verträgt. Es kam auch schon vor, dass er ins Büro gekotzt hat und ich dann erstmal putzen durfte. Achte also lieber darauf, nur fitte Vierbeiner mit auf die Arbeit zu nehmen.

Ich hoffe, meine Tipps waren hilfreich. Wie bereits angekündigt, hängt die genaue Vorgehensweise sehr stark von deine Hund und der Toleranz des Arbeitgebers ab. Was sind deine Erfahrungen, wenn es um das Thema „Hund im Büro“ geht?

Dieser Gastartikel stammt von Laura, die sonst für den Haustier-Blog von inpetso schreibt. Sie wohnt mit ihrem 15 Monate jungen Dackel Holberg in Berlin. Bei inpetso bloggt sie mit zwei Freunden regelmäßig über Tipps und Ratschläge zu Ernährung, Erziehung und Training.

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Sandra und Sandro beschäftigen sich seit 2007 aktiv mit Hundefrisbee. Sandra agiert hinter der Bühne und Sandro steht auf der Bühne. Im Mittelpunkt stehen die zwei Hunde Chetana (Toller) und Sammy Lee (Wäller).

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