Wie dein Hund endlich das Lob bekommt, was er verdient

Hund wird gelobtStachelhalsband, Schläge und andere Arten von Gewalt gegenüber dem Hund zeigen wie schwach du bist.

Wenn du deine Frustration loswerden musst, mach mehr Sport, fordere dich selbst raus.

Niemals wende Gewalt bei Schwächeren an. Bei Tieren geht das gar nicht. Ja, es gibt viele Arten von Hundeerziehung. Von sehr negativ bis sehr positiv. Und nein, ich bin kein Wattebausch-Werfer.

Aber mit Gewalt brechen wir den Hund. Er arbeitet mit und macht was wir wollen. Aus Angst vor Schmerz. Ich bin der Chef und er mein Sklave. Dabei will ich doch einen Partner.

Gerade im Frisbee sehe ich den Hunden den Spass an. Ein gebrochener Hund bringt die Leistung – Spass siehst du aber nicht mehr in seinen Augen.

Ok, 99% der Leute, die diesen Artikel lesen, haben hoffentlich nichts mit den oben genannten Methoden zu tun. Du auch nicht, oder?

Trotzdem kannst du noch mehr für den Spass und die Motivation deines Hundes tun. Arbeite über positive Verstärkung. Zeige deinem Hund, dass sein Verhalten richtig und gewünscht ist.

Integriere mehr Lob in dein Spiel!

Was löst Lob bei uns aus?

Jeden Morgen fährst du zur Arbeit. Du bist fleissig und machst einen guten Job. Am Abend fährst du nach Hause und am nächsten Tag läuft das gleiche Spiel.

Am Mittwoch kommt dein Chef zu dir und sagt „toll gemacht, vielen Dank für deinen Einsatz“.

Stell dir dieses Gefühl vor. Wie geht es dir in dem Moment? Das spornt an weiter zu machen und noch mehr zu geben. Du freust dich und die Arbeit macht Spass.

So fühlen sich auch unsere Hunde, wenn wir sie bestätigen und loben. Und zwar nicht nur beim Aufbau eines neuen Tricks. Nein, auch bei Abläufen die richtig gut funktionieren.

Natürlich kommt da das Lob nicht jedes Mal. Wir können unsere Hunde auch zu viel loben und zutexten.

Das hast du jetzt aber falsch gemacht

Ich nutze nicht nur Lob, ich sage meinem Hund auch wenn etwas falsch war. Das ist so eine Sache. Sage ich einem Erwachsenen setz dich hin und er legt sich hin, ist das falsch. Ich gehe davon aus, dass er weiss was der Unterschied zwischen sitzen und liegen ist. Und ich setze voraus, dass er mich verstanden hat.

Beim Hund kann ich das nicht voraussetzen. Wir sprechen unterschiedliche Sprachen. Mein Hund muss die Kommandos erst lernen.

Ist es falsch was er gemacht hat? Oder habe ich falsche Signale gesendet? Weiss ich, wie die richtige Ausführung aussieht? Was erwarte ich von meinem Hund?

Ich muss mir dieser Fakten klar sein und entscheiden, ob ich dem Hund sage, dass es falsch ist.

Wir verwenden das Wort „Schade“. Dies wird emotionslos gesagt. Holt gerade den triebigen Hund runter.

Ein Beispiel aus dem Nadac. Ich zeige Chetana die Richtung an. Sie soll durch den Hooper und nach links weiterlaufen Richtung Tunnel. Chetana läuft jedoch nach rechts. Und sie bleibt nicht stehen. Sie läuft weiter, Hooper für Hooper.

Mein Hund achtet nicht mehr auf meine Signale. Sie sucht sich ihren eigenen Weg. Hier hole ich sie mit einem Schade raus.

Es soll Chetana stoppen. Sie soll sich wieder auf mich konzentrieren und wir fangen nochmals an.

Wie beim Spiel blinde Kuh. Du hast die Augen verbunden und musst im Raum einen Gegenstand finden. Die anderen Leute sagen dir, ob du auf dem richtigen Weg bist. Bekommst du nur das Lob, findest du den Gegenstand bestimmt.

Sagen dir die Leute zusätzlich, wenn du auf dem falschen Weg bist, kommst du viel schneller ans Ziel. Die Rückmeldung Schade sagt dir sofort, dass die Richtung nicht stimmt.

Das passende Lob im richtigen Moment

Es gibt verschiedene Arten von Lob und Bestätigung. Wenn Chetana in Action ist, mag sie es nicht angefasst zu werden. Hinter den Ohren kraulen ist nicht das Richtige.

Wenn dein Hund den Klicker kennt, nutze diesen. Beim Frisbeespiel ist es jedoch schwierig gleichzeitig noch zu klickern.

Das Gleiche gilt für Leckerli. Ich baue viele Tricks mit dem Leckerli auf. Der Trieb ist weniger hoch als mit der Frisbee. Der Aufbau ist einfacher. Später ersetze ich das Leckerli durch die Frisbee.

Für mich das wichtigste Lob ist die Stimme. Ich sage meinem Hund, was ich von ihm will, sage ihm wenn es gut war oder sage ihm, wenn es nicht richtig war.

Dabei nutze ich nicht nur ein Markerwort. Ich habe mehrere Ausdrücke. Das Lob geht mit Freude einher. Ich finde es schön, dass mein Hund mich versteht und umsetzt was ich von ihm will.

Auch die nächste fliegende Frisbee ist für den DiscDog eine Belohnung. Dies reicht aber nicht aus. Er bekommt zwar die Belohnung, ich bestärke ihn noch zusätzlich in seinem Handeln und sage ihm, dass er toll ist.

Der richtige Zeitpunkt ist beim Aufbau neuer Sachen entscheidend. Du willst, dass dein Hund dir in den Arm springt. Vielleicht klappt es noch nicht ganz. Lobe ihn für den Versuch. Er hat den ersten richtigen Schritt gemacht.

Dein Hund soll die Verknüpfung machen. Sprung, auffangen, Lob. In den Arm springen ist das Ziel. Lobe ihn nicht erst, wenn er auf dem Boden ist.

Warum vergesse ich das Lob während des Spiels?

Das Spiel läuft flüssig, der Hund rennt, fängt, zeigt seine Tricks und ist voll da. Häufig vergessen wir genau dann das Lob. Es läuft, die Tricks sind aufgebaut und ich mache nichts Neues.

Gerade weil es gut läuft, habe ich richtig Spass. Das teile ich meinem Hund mit. Ich bestätige ihn in seinem Tun und baue die Motivation weiter auf.

Sammy fängt eine Rückhand. Überhaupt nichts spektakuläres und so alltägliches. Genau in dem Moment, in welchem er in die Frisbee beisst, bekommt er von mir ein freudiges Lob.

Mein Hund soll verstehen, dass ich es cool finde, wenn er die Frisbee fängt. Und wie er sich da freut. Er dreht gleich um und kommt mit der Frisbee zu mir zurück.

Wir sind es uns gewohnt, dass der Hund funktioniert und seinen Job macht. Da vergessen wir uns bei ihm zu bedanken. Ein kurzes Jupie, Supi, Toll oder Feini Maus ist auch während des Spiels schnell gesagt.

Gewöhne dir im Training und im Alltag an deinen Hund öfters zu loben. Er macht so häufig etwas, was wir toll finden.

Texte deinen Hund nicht zu. Du musst nicht erklären, dass er einen richtig tollen Sitz macht. Einfach ein aufmunterndes Lob und weiter geht es.

DiscDogger – die verrückten Lober

Seit ich Hundefrisbee spiele, mache ich komische Geräusche. Der Mann wird zum Kind und die Hunde blühen auf.

Wir Schweizer haben den Ruf, einen Stock im Arsch zu haben. Wir sind steif und wollen nicht auffallen.

Wenn du lustige Geräusche machst, fällst du auf. Du fällst aber in erster Linie deinem Hund auf und der findet das toll.

Ist egal, was die Leute sagen oder denken. Dein Hund ist Fan von dir und das ist es wert.

Komm aus dir raus – tobe mit deinem Hund rum und nutze deine Stimme.

Du wirst lockerer. Das Lob kommt automatisch über deine Lippen. Geniesse das Gefühl, es ist befreiend.

Dies wirkt sich auch im Alltag aus. Ich bin viel mutiger geworden vor einer Menschengruppe zu sprechen. Ich klatsche laut an einem Konzert und ich tanze wenn Musik spielt. Das war früher nicht so. DiscDogging und meine Hunde haben meinen Stock im Arsch gelöst.

Freue dich bis über beide Ohren und zeige es deinem Hund und jedem der gerade vorbei kommt.

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Über Sandra

Ich bin seit 2008 vom DiscDog-Virus angesteckt. Meine Faszination entfaltet sich hinter den Kulissen und neben dem Turnierfeld. Ich bin sozusagen die Online-DiscDoggerin.

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