Motivation im Hundesport – Du bist nicht der Einzige, der gewinnen will

motivierter Hund fängt FrisbeeJetzt ist sie da, die Zeit ohne Motivation. Im Winter fährt alles runter. So auch deine Motivation im Training. Du solltest die Würfe lernen, magst aber nicht. Du solltest den Trick mit deinem Hund einstudieren, klappt nicht.

Du solltest deine neue Kür auf Papier bringen, tust es nicht.

Jetzt ist die Zeit, deine Motivation zu suchen und es ist auch die Zeit der Trainer. Wie schafft ihr es, dass die Leute dran bleiben und motiviert sind?

Ich freue mich immer aufs Training – motiviert bin ich nicht

Ohne Eigenmotivation geht es nicht. Du gehst jede Woche gerne ins Training. Aber richtig motiviert bist du nicht.

Du spielst das, was du kannst und das was dein Hund kennt. Verbesserungen gibt es keine. Du bist zu müde um dich damit zu beschäftigen.

Du kannst den besten Trainer der Welt haben. Wenn deine Eigenmotivation nicht da ist, wird dich der Trainer nicht motivieren können.

Erwarte das bitte nicht von deinem Trainer. Versuche zu verstehen, warum du nicht motiviert bist. Was brauchst du?

Ich habe noch nie gewonnen – trotzdem gibt es was zu feiern

Du hast noch nie gewonnen? Daran solltest du deinen Erfolg nicht messen. Was sind deine Teilziele und hast du diese erreicht?

Schau Videos von vor einem Jahr an. Vergleiche mit heute. Damals hat der Wurf nicht funktioniert. Heute jedoch schon.

Du hast dich verbessert, dein Spiel perfektioniert und bist mit deinem Hund zu einem Team geworden. Was für ein Erfolg, bravo.

Feiere die kleinen Erfolge welche du erreicht hast und dein Trainer sollte das ebenfalls tun.

Der Blick von Aussen offenbart den Erfolg

Es ist schön, wenn du einen Trainer gefunden hast, welcher dich weiter bringt und mit welchem das Training Spass macht. Trotz allem ist es wichtig, dass du Input von aussen holst.

Du arbeitest mit deinem Trainer regelmässig an deiner Kür. Die kleinen Erfolge sind nicht mehr so sichtbar. Hat dich ein Trainer ein halbes Jahr nicht mehr spielen sehen, werden ihm deine kleinen Erfolge auffallen.

Auch Spieler anderer Sportarten machen das und gehen bei einem anderen Trainer ins Sommerlager. Der Trainer sieht die Spieler einmal im Jahr und ihm fallen die Verbesserungen in diesem einen Jahr auf.

Auch du wirst Veränderungen feststellen. Ein anderer Trainer hat einen anderen Zugang, erklärt es anders oder fördert dich in einem anderen Punkt. Er ist ein anderer Mensch und die Zusammenarbeit ist anders.

Dies wird dich einen grossen Schritt weiter bringen. Erfolge motivieren. Der Gewinn ist eine tolle Bestätigung, darf aber nicht für deine Motivation zuständig sein.

Das was wir machen funktioniert

Leute motivieren bedeutet, dass es funktioniert. Das was wir im Training erarbeiten funktioniert. Auch wenn du nicht gewinnst.

Schaue auf dein letztes Turnier zurück. Du hast nicht gewonnen. Der Sprung durch die Beine war scheisse. Der Chickenwing sitzt noch nicht und die Kommunikation mit deinem Hund hast du nach der Hälfte der Zeit verloren. Frustrierend, es hat nichts geklappt.

Aber, der Backvault hat super geklappt. Den Under the leg hast du schön geworfen und die Kombi mit den drei schnellen Scheiben sieht toll aus.

Dein Hund hat bei der Minidistance einen Wurf in der hintersten Zone gefangen. Er hat nur diesen einen Wurf gefangen. Das reicht nicht für den Sieg.

Aber,

siehst du die Bestätigung? Das Training und die Strategie funktionieren. Das ist die Aufgabe deines Trainers. Er motiviert dich, indem er dir beweist, dass es funktioniert.

Du bist überzeugt. Das was ihr im Training zusammen erarbeitet funktioniert. Und verliere nicht gleich den Glauben, weil es nicht klappt. Der Glaube versetzt Berge. Je mehr du darauf vertraust, dass dein Training funktioniert, umso sicherer wirst du.

Ziel ist der Sport, nicht der Gewinn

Überdenke deine Ziele. Wenn du nicht zu den Top-Spielern gehörst, ist dein Ziel nicht der Sieg. Dein Ziel ist der Sport, das Turnier.

Darauf arbeitest du hin. Du zeigst deine Leistung. Du zeigst, dass du dich verbesserst und dass du weiter kommst. Du geniesst das Spiel mit deinem Hund. Du freust dich über den Start auf einem Turnier.

Die erste Minute ist nicht gut gelaufen. Der Gewinn ist somit weit weg. Eigentlich könntest du jetzt aufhören, ist eh alles versaut. Ja, so denkt jemand, welcher nur gewinnen will.

Du aber willst das Turnier. Du willst diese zwei Minuten auf dem Feld. Nimm sie dir! Spiel weiter und zeige den Leuten was du kannst. Da steckt eine andere Motivation dahinter. Und diese Motivation gilt es zu finden und aufzubauen.

Folgendes Video ist emotional und verdeutlicht, dass es ums Rennen geht und nicht ums Gewinnen. Und es zeigt, dass wir Leute brauchen, welche uns stützen, aufbauen, begleiten und im richtigen Moment loslassen.

Fazit

Ohne Eigenmotivation geht nichts. Da schafft es der beste Coach nicht dich zu motivieren. Sieh die kleinen Erfolge und lass dich feiern. Hol dir ab und zu einen anderen Trainier, dieser wird deine Fortschritte noch besser erkennen.

Glaube daran, dass es funktioniert und gib nicht auf!

Nimm dir deine zwei Minuten auf dem Feld, habe Spass und zeig allen was du kannst. Der Sport ist das Ziel, nicht der Gewinn.

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Über Sandra

Ich bin seit 2008 vom DiscDog-Virus angesteckt. Meine Faszination entfaltet sich hinter den Kulissen und neben dem Turnierfeld. Ich bin sozusagen die Online-DiscDoggerin.

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