6 Dinge, die erfolgreiche DiscDogger im Training dabei haben

Equipment fürs Hundefrisbee-Training
Artikel von Martina Stöbbauer

Als DiscDogger hast du es gut. Gegenüber vielen anderen Hundesportarten hast du den Vorteil, dass du keine schweren Geräte benötigst. Eine Wiese, frei von Löchern und eine Frisbee genügen um mit dem Hund Spass zu haben.

Doch so einfach ist die Sache nicht, wenn du das Training ernst nimmst und weiterkommen möchtest. Darum stelle ich dir heute 6 Sachen vor die ich als DiscDogger immer dabei habe.

1: Genügend Wasser für mich und den Hund

Das Wichtigste, gerade bei warmen Temperaturen ist ausreichend Wasser für Mensch und Hund.

Einen Trinknapf musst du nicht mitführen. Eine Frisbee oder deine Hand dienen als Wassernapf für den Hund.

Wichtig!

Setze deinen Hund nach dem Training nicht sofort in die Box. Gehe noch ein Stück mit ihm bis sich die Atmung normalisiert und biete ihm so viel Wasser an wie er trinken möchte.

Denke daran selbst genug zu trinken. Das Training gerade bei warmen Temperaturen ist nicht nur für den Hund, sondern auch für dich anstrengend.

2: Zehn gepflegte Hundefrisbee

Keine Hundefrisbee kein Spiel. Theoretisch reicht eine einzige Frisbee um zu spielen. Aber das ist mir nicht genug. Immer mit von der Partie sind bei mir 10 Super Heros (bissfeste Hundefrisbee von Hero Disc USA).

Meine Hundefrisbee sind top gepflegt, ich taste sie nach jedem Spiel nach scharfen Kanten ab und beseitige diese. Der Hund könnte sich daran verletzen. Es hat etwas Meditatives für mich Hundefrisbee nach Kanten abzutasten und diese zu beseitigen.

Die neuen Super Heros hatten ausserdem einen starken produktionsbedingten Grat am äusseren Scheibenrand, den ich mit einem Stanley Messer beseitigt habe.

Ich wasche die Frisbees regelmässig mit Handseife und einem Schwamm und spüle sie mit klarem Wasser ab. Schmutzige Frisbees schaden den Zähnen des Hundes. Der Dreck, insbesondere feiner Sand auf den Frisbees wirkt durch die Rotation der Frisbee wie Schleifpapier auf die Zähne des Hundes.

3: Tools zur Scheibenwartung

Für mich ist das Feuerzeug die erste Wahl, wenn es darum geht Unebenheiten zu beseitigen. Die Stelle erhitzen und das weich gewordene Plastik mit dem Finger verstreichen.

Viele DiscDogger schwören auf Schleifpapier oder ein Stanley Messer. Ich mag das Schleifpapier und das Stanley Messer nur als Ergänzung. Bei den beiden Methoden wird immer Material von der Scheibe weggenommen.

Beim Feuerzeug bleibt es erhalten und wird in Form gebracht. Wenn ich jede Macke rausschneiden oder abschleifen würde wäre die Scheibe bald nicht mehr existent.

Sehr feines Schleifpapier, setze ich dosiert ein um den Rand nach der Behandlung mit dem Feuerzeug ganz glatt zu machen.

Ein Stanley Messer nehme ich nie für gebrauchte Frisbees. Ich setze es nur für neue Frisbees ein um den produktionsbedingten Grat am Rand zu beseitigen.

4: Schutz für den Menschen

Dazu gehören für mich eine Vaultweste (schützt den Rücken vor den Krallen deines Hundes) und ein Legschoner (Schutz für dein Bein, auf welchem dein Hund abspringt). Aber auch Sonnencreme und ein Cap, weil ich leicht einen Sonnenstich bekomme.

5: Videokamera und kleines Stativ

Ein Video hilft unglaublich. Gerade wenn du alleine trainierst, aber auch wenn du in einer Gruppe trainierst. Videos bringen Sachen ans Tageslicht die du beim Zusehen mit dem freien Auge nicht wahrnimmst.

Es gibt Probleme die ich alleine durch eine aufmerksame Videoanalyse lösen konnte.

Cara hat beim Armübersprung auf einmal den rechten Arm immer verfehlt. Durch den Vergleich mehrerer Videos bin ich auf die Lösung gekommen.

Cara rannte beim Over davor schneller als sie es sonst getan hat. Dadurch kam sie mit zu viel Geschwindigkeit in den Armübersprung. Das war der Grund warum sie den Arm verfehlte. Ich bremse sie jetzt vor dem Over ab und konnte so das Problem beseitigen.

Aber auch für Vaults analysiere ich gerne Videos. Ich nehme Vaults von der Seite auf und sehe sie mir in Zeitlupe an. Landet der Hund wirklich nicht auf der Hinterhand? Springt der Hund schief? Passt das Timing des Wurfs? Ist der Wurf so toll wie ich denke oder muss ich noch einmal trocken üben?

Probiere die Höhe und den Abstand der Scheibe zum Bein zu variieren. Oder ändere das Timing des Wurfes und beobachte wie dein Hund darauf reagiert. Verbessert oder verschlechtert sich seine Ausführung? Suche dir das Beste aus.

Auch wenn du mit Trainingspartnern trainierst kann dir ein Video weiterhelfen.

Dein Trainingspartner zeigt dir einen Wurf, den du nicht kapierst und du wünscht dir eine Super Slow Motion?

Kein Problem. Filme deinen Partner und sehe dir das Video in Slow Motion an. Ich liebe es Sachen die ich nicht verstehe oder neu gelernt habe zu filmen. So kann ich nachsehen wie es funktioniert, wenn ich etwas vergesse.

6: Filztarget

Cara wartet geduldig im passenden Abstand um einen Leg-Vault zu machen. Ein Filztarget macht es möglich den Hund jedesmal perfekt zu positionieren ohne ständig aufzustehen.

Filztargets benutze ich um den Hund zu positionieren ohne aufzustehen. Meine Cara ist darauf trainiert, auf Kommando zum Filztarget zu laufen und sich drauf zu setzen. Das ist ideal um beispielsweise einen Vault oder einen Over öfter zu trainieren.

Ausserdem verwende ich die Filztargets um ein gutes Auslaufen des Hundes nach einem Trick zu gewährleisten.

Wenn ich Tricks mit Leckerli übe ist Cara so gierig, dass sie sich im Sprung verdreht und schnell stoppt um sich ihr Leckerli abzuholen. Das vermeide ich indem ich eine Befehlskette baue.

Zuerst den Trick und dann muss Cara direkt zum Filztarget weiterlaufen. Jetzt ist der Trick vollendet und es gibt das Leckerli.

Aber auch als Abstandsmarken, wenn ich Würfe trainiere machen die Filztargets einen echt guten Dienst.

Selbst wenn ich mit dem Hund spiele, bleiben die Targets liegen. Bei Kegeln oder anderen Abstandsmarken müsste ich immer aufpassen, dass der Hund nicht aus Versehen darauf landet.

Ausserdem sind Filztargets leicht und gut zu transportieren. Für die findet sich immer ein Platz im Frisbeerucksack.

Gastbeitrag von Martina Stöbbauer

Dieser Gastartikel stammt von Martina. Martina lebt mit ihrer Australian Shepherd Hündin Cara in Österreich. Ihre Leidenschaft fürs Dogfrisbee entdeckte sie vor 2 Jahren. Seitdem versucht sie den Sport in Österreich bekannter zu machen. Dazu hat sie die Seite www.dogfrisbee-info.at ins Leben gerufen.

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Sandra und Sandro beschäftigen sich seit 2007 aktiv mit Hundefrisbee. Sandra agiert hinter der Bühne und Sandro steht auf der Bühne. Im Mittelpunkt stehen die zwei Hunde Chetana (Toller) und Sammy Lee (Wäller).

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Sandra und Sandro beschäftigen sich seit 2007 aktiv mit Hundefrisbee. Sandra agiert hinter der Bühne und Sandro steht auf der Bühne. Im Mittelpunkt stehen die zwei Hunde Chetana (Toller) und Sammy Lee (Wäller). disc-dog@greenmail.ch

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