Diese Tricks für ein erfolgreiches Training sind so einfach, dass es fast peinlich ist

Hund mit Pylone auf dem KopfWas da nicht alles in unserem Schuppen rumsteht! Ich dachte immer für Hundefrisbee brauche ich einen Hund und mindestens zwei Frisbee.

Richtig, aber DiscDogging ist ein kreativer Sport und so sind auch die Trainingsgeräte kreativ. Schau was du in deinem Schuppen findest, vieles lässt sich für das Training nutzen.

Anbei ein paar Trainingshilfen, welche wir ausprobiert haben. Danke Adrian Stoica für einen Teil der Inputs.

Pylone, Hütchen

Diese Hütchen kannst du dir auf den Kopf stellen und lustige Fotos machen. Oder, du nutzt sie als Megaphone und rufst die Leute in deinem Training zusammen.

Die sind aber noch viel nützlicher.

Minidistance mit Pylonen

Für deinen Hund ist es gesünder, wenn er bei der Minidistance nicht unmittelbar hinter dir rumgeht und losrennt. Dein Hund läuft auf einem Oval runder, schont die Gelenke und hat die Frisbee besser im Fokus.

Nutze die Pylone, damit dein Hund nicht zu eng um dich läuft. Stell die Pylone in einem für deinen Hund guten Abstand neben dich. Dein Hund soll aussen um die Pylone laufen.

Und schon wurde aus der engen Wendung ein grosser Bogen. Probiere aus, wie weit weg du die Pylone stellen musst, damit dein Hund in eine ovale Bewegung kommt. Die Pylone musst du später wieder ausschleichen.

Pylone als Trickvorbereitung

Du setzt deinen Hund hin und bereitest dich auf einen Over vor. Um den Over aufzubauen finde ich das eine gute Variante. Dein Hund sitzt und du hast die Zeit, den Trick vorzubereiten.

Später soll dein Hund den Over aber aus der Bewegung machen.

Die Meisten werfen dem Hund jetzt eine Frisbee, bereiten den Over vor und der Hund springt diesen beim Zurückkommen.

Klappt gut. Nur muss ich mich auf den ersten Wurf konzentrieren. Doofe, wenn mein Hund diesen nicht fängt oder der Winkel zu mir nicht stimmt.

Stell eine Pylone im gewünschten Abstand zu dir auf. Schicke deinen Hund um diese Pylone.

Voila, dein Hund ist in Bewegung und du hast Zeit für die Vorbereitung des Overs.

Achte darauf, dass dein Hund in beide Richtungen um die Pylonen läuft. Wir kämpfen immer wieder mit Einseitigkeit.

Der Hund läuft bei der Minidistance stets in der gleichen Richtung um uns rum. Auch den GoRound machen wir in die gleiche Richtung. Gerade beim Training lockern wir das auf, indem wir den Hund in verschiedene Richtungen schicken.

Also warum nicht im Uhrzeigersinn um die Pylone?

Podest, Tonne

Overs sind kein Thema, aber der Absprung funktioniert nicht richtig. Dein Hund überspringt, statt dass er einen Vault macht.

Trainiere dies mit Hilfe eines Podests. Achte auf Standfestigkeit. Ein Stuhl  welcher umkippt ist nicht geeignet als Podest. Gut ist, wenn du tief anfängst und dich in die Höhe steigerst. Du brauchst Podeste in verschiedenen Grössen.

Stelle deinen Hund auf das Podest. Du stellst dich mit der Frisbee daneben und hältst ihm diese in Sprungrichtung und Sprunghöhe. Gib ihm das Auslösekommando.

Dein Hund muss vom Podest abstossen um den Sprung nach vorne, oben zu machen. Genau dieses Abstossen bestätigen wir.

So übst du auch den Sprung in deine Arme.

Wenn dein Hund das Abstossen versteht, übst du ohne Podest. Nimm dieses aber immer mal wieder dazu. So festigst du das Ganze.

Hast du eine Tonne im Garten rumstehen? Leg diese auf den Boden. Befestige die Tonne, damit diese nicht davon rollt. Ist die Oberfläche zu rutschig, klebe einen Teppich oder ein Tuch drauf.

Die Tonne ist ein gutes Hilfsmittel für Overs, Vaults und Reverse. Stell dich ans eine Ende der Tonne, setze deinen Hund davor. Willst du Sprünge üben, achte darauf, dass du die Scheibe vor der Tonne platzierst.

Geht es um Absprünge, setze die Frisbee hinter der Tonne in entsprechender Höhe an. Vergiss nicht deinem Hund das Auslösekommando zu geben. Baue ein Kommando für den Vault und eines für den Over ein.

Später wird dein Körper zur Tonne. Du kannst dich auch mit einem Bein oder Arm auf die Tonne legen und die Übungen machen. Die Tonne rückt immer mehr in den Hintergrund.

Für den Reverse stellst du dich hinter die Tonne und schaust in Richtung Hund. Gib ihm das Auslösekommando und wirf die Scheibe oder das Leckerli nach vorne. Dein Hund springt die Tonne an und macht eine Drehung um an das Leckerli zu kommen.

Gut ist, wenn du die Frisbee zu Beginn nicht wirfst sondern einen Roller machst. Dadurch ist dein Hund auf den Boden orientiert und stosst gut ab. Und, du musst dich nicht auf einen Wurf konzentrieren.

Auch hier schleicht sich die Tonne langsam weg.

Hürde, Stangen

Hürden bekommst du im Zoofachgeschäft. Oder du darfst die vom Agility nutzen. Auch auf einem Pferdeplatz stehen Hürden rum. Die sind einiges massiver, also achtung.

Hürden setzt du ein um mit deinem Hund das Springen zu üben. Gerade Hunden, welche auf der Hinterhand landen, tut Sprungtraining gut. Beim Sprung über ein Hindernis springt der Hund rund und zieht die Hinterbeine mit. Sonst räumt er das Hindernis ab.

Bei einem Sprung in die Luft um eine Frisbee zu fangen führt der Hund den Sprung nicht sauber aus. Er schraubt sich vorne in die Luft und lässt die Hinterhand hängen. Bei der Landung kommt er auf der Hinterhand auf.

Wenn du ein Set von Hürden kaufst, hast du auch einzelne Stangen. Diese sind ebenfalls ein gutes Hilfsmitte. Du hältst die Stange vor einer Hürde hin und schon hast du eine andere Sprungsituation. Dein Hund muss früher abspringen und der Sprung geht in die Weite.

Auch kannst du die Stange gut nutzen um diese vor deinem Körper zu platzieren um das frühere Abspringen zu trainieren.

Fazit

Sprünge, Absprünge und Reverse sind gern gesehene Elemente im Hundefrisbee. Diese Tricks baust du in Anwesenheit eines erfahrenen Spielers auf. Es kann ins Auge gehen.

Frag Experten aus dem Agility und frag auch Physiotherapeuten. Dein Hundetrainer hilft dir beim Aufbau.

Lies auch Teil 2 unserer Trainingshilfen.

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Über Sandra

Ich bin seit 2008 vom DiscDog-Virus angesteckt. Meine Faszination entfaltet sich hinter den Kulissen und neben dem Turnierfeld. Ich bin sozusagen die Online-DiscDoggerin.

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