Du hast keine Lust zu richten, willst aber trotzdem Turniere starten?

Richter vom Swiss United

Vor kurzem kam in Facebook die Erinnerung „Bloggi on Air“. Da stellen wir die verschiedenen Regelwerke in Audio-Dateien vor. Was alle über Dogfrisbee Regelwerke wissen und was die Regelwerke wirklich sagen

Ich musste ans Richten denken. Gibt es Gründe freiwillig zu richten?

Es ist cooler und spannender zu starten, als auf der Richterbank zu sitzen. Den ganzen Tag in der Sonne rösten und am Abend von den Spielern hören, wie unzufrieden sie mit der Wertung sind ist nicht so prickelnd.

Klar, das Feld zu rocken macht grossen Spass. Damit der Spass überhaupt möglich ist, braucht es Richter. Ohne Richter – kein Turnier!

Und, auch du kannst ein Richter werden. Du musst nicht gleich ein Major oder sonstiges Qualifikationsturnier richten. Es gibt ja kleinere Turniere, ohne den Punktestress.

Erst mal von Anfang an. Du hast ein paar Turniere gespielt? Du hast Interesse am schönsten Hundesport der Welt? Du hast Lust, dich mit dem Richten auseinander zu setzen? Das sind gute Voraussetzungen.

Aller Anfang ist schwer – mit der Minidistance nicht so sehr

Schnupper erst mal Richterluft, indem du bei einem Turnier in der Minidistance aushilfst. Setze dich mit dem entsprechenden Regelwerk auseinander und befrag die Leute, welche bereits Minidistance gerichtet haben. Vor jedem Turnier gibt es ein Briefing für die MD-Richter. Hier erfährst du nochmals die Regeln.

Weiter geht es mit der Königsdisziplin Freestyle

Als Einstieg ins Freestyle richten empfehlt es sich, shadowjudging zu machen. Du setzt dich während eines Tages (oder zumindest während einer Kategorie) zu den Richtern. Mache deine Wertung zu den einzelnen Küren und vergleiche mit den Richtern. Wo liegen die Unterschiede und warum?

Such dir eine bestimmte Sparte aus. Es bringt nichts, wenn du beim „Beisitzen“ alles richten willst. Konzentriere dich auf den Hund und sprich dich mit dem Hunderichter ab.

Wenn du den Organisator genug früh anfragst, ist das Beisitzen in der Regel kein Problem. Es sind alle froh, wenn sich neue Leute fürs Richten begeistern. Und, es macht Spass, das Feld aus einer anderen Perspektive zu beobachten.

Auch ein guter Einstieg ins Richten sind Workshops. Es gibt Workshops von alt eingesessenen, renommierten und erfahrenen Spielern. Bei gewissen Regelwerken gibt es Lehrgänge zu den verschiedenen Richter-Levels. Je nach Level kannst du die eine oder andere Kategorie richten.

Workshops sind echt eine gute Sache. Da kannst deine Ansicht zu den Bewertungen mit anderen teilen und besprechen. Du lernst viel dazu, sogar für dein Spiel.

Ich habe verschiedene Workshops besucht und gute Erfahrungen gemacht. Logo, das Regelwerk gibt viele Punkte vor. Und trotzdem hast du viel Spielraum für deine eigene Meinung. Und die bildest du dir am besten, wenn du ein breites Spektrum an verschiedenen Ansichten kennen gelernt hast.

Im Internet findest du online Richter-Workshops oder häufig finden die Workshops im Rahmen eines Turnieres statt. Die meisten Workshops sind kostenlos oder sehr günstig. Ein Hoch auf alle, welche so viel Herzblut investieren und dies ermöglichen!

In Kombination Workshop und Shadowjudging bist du schnell so weit, dass du dich auf die Richterbank setzen kannst.

Wie gesagt, es gibt andere und bessere Plattformen für einen Richtereinstieg als die grossen Qualifikationsturniere.

Wir von DiscDog-Events haben aus diesem Grund das Swiss United ins Leben gerufen. Sinn dieses Turnieres ist es, Jungrichtern und neuen Spieler den Einstieg zu erleichtern und diese zu fördern. Ganz ohne Druck auf irgendwelche Punkte oder Qualifikationen.

Was bekomme ich als Richter?

Früher sind die Richter ohne Entgelt quer durch Europa gefahren, um an einem Turnier zu richten. Geben und Nehmen! Ich richte dein Turnier, dafür richtest du auf meinem Turnier.

Oder, man ist mit dem Organisator gut befreundet und will ihn unterstützen. Oder, weil man den Sport vorwärts bringen will. Oder einfach Spass an der Sache hat.

In der Zwischenzeit gibt es viel mehr Turniere und zum Glück auch mehr Richter. So muss nicht mehr immer die gleiche Handvoll Richter „dran glauben“. Die wollen nämlich auch starten oder ein Wochenende zu Hause sein.

Die Richter erhalten mittlerweile Benzingeld. So ist ein Teil der Auslagen gedeckt. So eine Fahrt durch Europa kann teuer sein. Da ist das Fliegen häufig günstiger.

Damit für den Veranstalter die Kosten nicht zu hoch werden, ist es schön, wenn es genug Richter in der Umgebung gibt.

Warum ich das Richten liebe

Ich richte gerne. Ich bringe meine Ansicht zum Spiel ein, unterstütze die Veranstalter, gebe den Spielern konstruktives Feedback und ich lerne Europa besser kennen.

Letzte Jahr hatte ich die Ehre, ein Major in Portugal zu richten. Das war ein besonderes und cooles Erlebnis. Wir sind von A – Z verwöhnt worden und machten am nächsten Tag eine kleine Rundreise. Ich durfte schöne Ecken von diesem wunderbaren Land anschauen und war sogar am Ende der Welt, grins.

Zum Schluss etwas zum Schmunzeln

Der Grundstein zu diesem Artikel war der Bloggi on Air. Und ich finde es zu geil, um es euch hier vorzuenthalten. Das Making-of zum Artikel!

Ich krümme mich heute noch vor Lachen….

Haben wir den Richter in dir geweckt? Hast du erste Richtererfahrungen gesammelt? Erzähl uns von deinen Erfahrungen und Plänen.

Wenn du jetzt richtig motiviert bist mit dem Richten anzufangen, kannst du dich gerne bei uns für das Swiss United im Oktober melden.

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Sandro

Sandro

Technische Leitung bei DiscDog-Events
Seit 2008 beschäftige ich mich mit DiscDogging. Gerne probiere ich neue Tricks mit der Scheibe aus uns starte mit unseren zwei Hunden auf europäischen Turnieren.
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Seit 2008 beschäftige ich mich mit DiscDogging. Gerne probiere ich neue Tricks mit der Scheibe aus uns starte mit unseren zwei Hunden auf europäischen Turnieren.

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