Sie tut was? Frisbee mit einem Junghund?

Frisbee Junghund
Sandro und Toller-Hündin Chetana haben gemeinsam Spass

Ab wann kann ich mit Frisbee anfangen? Mein Hund ist sechs Monate jung, kann ich da schon was machen? Dies sind Fragen, welche wir häufig hören und gerne beantworten.

Generell kann bereits ein Junghund mit der Frisbee trainiert werden. Hierbei geht es nicht um Sprünge oder Jagdspiele. Hier geht es rein um das Interesse an der Frisbee. Du brauchst jetzt nicht gleich ein Seminar zu besuchen, dies würde mit deinem Junghund noch keinen Sinn machen. Einfache Sachen kannst du zu Hause aufbauen.

Dein junger Hund kann lernen, dass es lustig ist, dieses runde Ding ins Maul zu nehmen. Und es macht noch mehr Spass, das Teil zu seinem Menschen zurück zu bringen. Dieser freut sich riesig und macht lustige Geräusche!

Ja, es gibt kleine Frisbee und sehr weiche Frisbee, welche für den Junghund geeignet sind. Aber Achtung, Junghunde haben fiese Zähne. Somit kann die Scheibe schnell zu Schrott werden. Lass den Hund nicht unkontrolliert auf der Scheibe rumbeissen.

Sandro vom Hundefrisbee Store gibt dir gerne Hilfestellung
bei der Auswahl der geeigneten Scheibe.

Die Frisbee ist ein Spielzeug, welches in deine Hände gehört und dem Hund nicht einfach so überlassen wird.

Mach das runde Ding spannend, indem du damit spielst und dieses immer wieder hinter deinem Rücken verschwinden lässt. Dein Hund wird schnell Interesse daran haben, weil du es spannend findest.

Ziehe den Frisbee über den Boden – weg vom Hund – und schau, ob dein Hund der Bewegung nachgeht. Vielleicht versucht er mit Pfote oder Schnauze das Ding zu kriegen.

Lass deinen Hund reinbeissen und lass die Scheibe los, wenn er sie im Maul hat. Freude herrscht, dein Hund kann die Scheibe ganz alleine tragen! Nun mach dich spannend, so kommt dein Hund bestimmt mit der Scheibe zu dir hin. Dies kannst du später aus einiger Distanz machen.

Oder, du versteckst den Frisbee und lässt diesen zu dir bringen. Natürlich gibt es eine riesen Party, wenn der Junghund die Scheibe zu dir bringt.

Falls du zwei Frisbees hast, kannst du mit Tauschspielen anfangen. Das heisst dein Hund hat eine Frisbee, du machst dich mit der zweiten Frisbee spannend. Der Hund will natürlich das, was du hast und kommt mir der anderen Scheibe zu dir hin oder lässt seine sogar liegen.

So kannst du ein Tauschgeschäft aufbauen. Denn, streite nie mit deinem Hund um die Scheibe, welche er hat – du wirst fast immer den Kürzeren ziehen. Mach dich lieber mit einer zweiten Scheibe spannend und der Hund findet seine Scheibe nicht mehr interessant.

Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn der Hund älter ist, kannst du mit Rollern beginnen. Dabei lässt du die Scheibe über den Boden rollen und dein Hund kann diese verfolgen. Sobald er die Scheibe hat, machst du dich spannend, damit er mit der Scheibe zu dir zurückkommt.

Der Junghund lernt:
Scheibe verfolgen, reinbeissen, zurückbringen und
Spielen mit dem Menschen ist spannender als alleine die Beute zu feiern.
Alles das, was wir später für ein gutes Frisbeespiel brauchen.

Somit gibt es fürs Frisbeespielen kein Mindestalter!

Ein gesundes Hunde Spiel ist jedoch wichtig.
Lese dazu den Artikel: Hunde Spiele: Bindung statt Junkie

Es gibt Frisbee-Junkies, welche in der Nähe von fliegenden Scheiben nicht mehr abschalten können – wir haben eine solche Hündin. Dies ist für dich nicht lustig und für den Hund sehr anstrengend.

Versuch die Motivation deines Junghundes nicht zu hoch kommen zu lassen. Das Training soll bewusst angefangen und bewusst beendet werden. Lerne dem Hund das Ein- und Ausschalten. Verwende ein Wort für den Anfang und ein anderes Wort für das Ende. Nach dem Ende ist Ruhe angesagt.

Vorsicht ist beim Training mit Sprüngen und belastenden Tricks geboten. Warte hiermit bitte, bis dein Hund komplett ausgewachsen ist und lasse am besten die Gelenke von einem Tierarzt anschauen.

Ja, die Sprünge und die Tricks sind belastend für den Bewegungsapparat – wie bei jedem Sport! Deshalb nehme ich dich hier deinem Hund gegenüber in die Pflicht.

Baue solche Tricks bitte nie alleine sondern immer unter Anleitung auf. Die Frisbee-Treffs in der Schweiz helfen dir gerne.

Sobald du damit beginnst, deinem Hund die Frisbee zu werfen, solltest du dir sicher sein, dass du die Scheibe unter Kontrolle hast. Die Frisbee kann schnell vom Wind in die Höhe getragen werden und dein Hund hechtet vielleicht hinterher. Dabei entstehen unschöne Landungen und dein Hund kann sich verletzen.

Weiter ist darauf zu achten, dass dein Hund genügend aufgewärmt ist und dass dein Spiel flüssig ist. Somit entstehen keine belastende Stopp-and-Go!

Es gibt noch einiges mehr zu beachten. Also, sobald du deinem Hund die Frisbee wirfst oder entsprechende Sprünge und Tricks aufbaust, empfehle ich dir ein Seminar zu besuchen. Oder du schliesst dich einem Frisbee-Treff an.

Sicherlich ist es schön, mit dem Hund einen Hundesport zu machen. Dies fordert euch beide. Vergiss trotzdem nicht, dass es am Anfang eines Hundelebens wichtigeres gibt. Ohne guten Gehorsam, ohne gute Gewöhnung und ohne gute Beziehung, kann kein gutes Frisbeespiel stattfinden. Sehr wichtig sind die Hunde Spiele, welche völlig ohne Eingreifen von Aussen und ohne Spielzeug statt finden. Konzentriere dich erst darauf.

Wie sind deine Erfahrungen? Wann hast du mit deinem jungen Hund angefangen? Und, was war gut und was machst du nächstes Mal anders?

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Über Sandra

Ich bin seit 2008 vom DiscDog-Virus angesteckt. Meine Faszination entfaltet sich hinter den Kulissen und neben dem Turnierfeld. Ich bin sozusagen die Online-DiscDoggerin.

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