Ich habe eine Hundefrisbee – und nun? In 9 Schritten zum Ziel (Teil 1)

So sieht das Endergebnis aus - Sammy Lee jagt der Scheibe nach
So sieht das Endergebnis aus – Sammy Lee jagt der Scheibe nach

Bravo, du weisst dass das Spiel mit der Frisbee besser als das Spiel mit dem Kong ist. Das hast du bestimmt gehört oder gelesen.

Falls nein, lies dir unseren Bloggi-Artikel Frisbee besser als Kong: Hunde schonend Bewegen [Infografik] durch.

Die Erkentnis hast du also. Nur, jetzt beginnt das richtige Problem.

Du lässt den Ball oder Kong links liegen und bespasst deinen Hund viel lieber mit der Frisbee. Aber wie und worauf ist zu achten? Wie schaffst du es, dass dein Hund die Frisbee überhaupt fangen kann? Und, was musst du machen damit das Spiel mit dem Frisbee wirklich schonender ist?

Mit folgenden 9 Schritten möchten wir dir und deinem Hund zum Frisbee-Erfolg verhelfen.

1. Nimm deine Hundefrisbee – am besten gleich mehrere

Frisbee gibt es viele und nicht alle sind gesund für deinen Hund. Achte darauf, dass du hundegeeignete Frisbee zum Spielen nimmst. Diese kannst du zusammenfalten ohne dass sie brechen oder absplittern.

Verwende nur Frisbee mit einer geschlossenen Fläche (keine Löcher, Erhöhungen oder Speichen).

Eine Standard-Hundefrisbee ist nicht bissfest. Es gibt aber genug Hunde, welche genau mit diesen Frisbee gerne spielen. Du musst nicht primär zu den bissfesten Frisbee greifen. Finde heraus welche Disc für dich und deinen Hund richtig sind.

Die bissfesten Frisbee sind schwerer und teurer. Bissfest? Wenn du die Scheibe deinem Hund überlässt, schafft er es bestimmt diese kaputt zu machen. Die Frisbee gehört dir und wird nach dem Spiel weg gepackt.

Und für kleine Hunde gibt es kleine Scheiben. Aber Achtung, ist dein kleiner Hund grössenwahnsinnig, will er lieber mit der grossen Frisbee spielen.

Du kannst bereits mit 1 Frisbee deinen Hund gut beschäftigen. Hast du zwei oder mehrere Scheiben, bleibt dein Hund besser im Fluss (in der Bewegung). Zudem kannst du das Spiel kreativer gestalten.

2. Such dir eine gute Wiese oder den Golfplatz

Such dir eine schöne Wiese, noch besser einen Rasen. Aufgepasst, Golfer mögen es nicht, wenn Hunde auf ihrem Green rumrennen!

Der Untergrund muss weich, also abfedernd sein. Spiele niemals mit deinem Hund auf Asphalt oder Kies. Sand ist eine spannende Alternative.

Denk daran, im Sand ist es für deinen Hund anstrengender. Der Sand an den Scheiben wirkt wir Schmirgelpapier auf die Zähne deines Hundes. Nicht zu oft und die Scheiben nach dem Spiel immer schön sauber machen.

Achte darauf, dass die Wiese keine Löcher oder Unebenheiten aufweist.

3. Übe und trainiere Roller, Heber und Rückhand – das sind Würfe und keine Eissorten

Nun geht es ohne Hund los. Du musst erst die Scheibe beherrschen. Dein Hund hat jetzt noch eine Pause verdient. Je besser du die Scheibe im Griff hast, umso besser kann dein Hund diese fangen. Und, umso mehr Spass werdet ihr haben.

Folgend erklären wir dir drei verschiedene Arten die Frisbee zu werfen. Dies wird dir für die nächsten Abschnitte helfen.

Übe die Würfe ein. Mach diese möglichst oft ohne deinen Hund. Dies ist die Gelegenheit um mit dem Partner oder mit den Kindern was zu machen.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Bei den Frisbee-Treffs zeigen dir die Leute gerne, wie du die Frisbee richtig in die Hand nimmst und wirfst.

Finde die verschiedenen Clubs, Vereine und Organisation auf www.hundefrisbee.ch.

Die Rückhand
Stell dich in einer leicht abgeschrägten Grätschstellung auf. Nimm die Frisbee satt an die Handballen. Drücke den Kleinen-, den Ring- und den Mittelfinger unten in den Scheibenrand. Lege den Zeigefinger ausgestreckt aussen auf den Scheibenrand (oder ebenfalls mit den anderen Fingern unten in den Scheibenrand).

Ziehe den Arm auf einer geraden Bahn und auf Brusthöhe von links nach rechts am Oberkörper vorbei. Als Linkshänder machst du es umgekehrt.

Sobald dein Arm komplett ausgestreckt ist und in Richtung Ziel zeigt, lass die Frisbee mit einem Zwick auf dem Handgelenk fliegen.

Wo zeigt dein Arm nach dem Abwurf hin? Achte darauf, den Arm nicht zu überdrehen. Sonst fliegt die Scheibe nicht gerade aus und landet im Baum.

Der Roller
Ist der Roller überhaupt ein Wurf? Da er über den Boden rollt und nicht fliegt, ist die Frage berechtigt. Die Meinungen gehen auseinander. Auf jeden Fall ist er sehr praktisch für den Motivationsaufbau. Auch ist der Roller sicher, weil die Scheibe nicht fliegt und deinen Hund nicht zum Springen verleitet.

Nimm die Scheibe satt wie die Rückhand zwischen die Finger. Drehe den ganzen Arm ab. Dein Unterarm zeigt zum Himmel. Rolle die Frisbee über den Unterarm bis zum Oberarm hoch ein.

Mit einer schnellen Bewegung nach vorne und dem berühmten „Fizz“ übers Handgelenk gibst du die Scheibe ab. Diese sollte 2 – 4 Meter vor dir auf dem Boden aufkommen. Die Scheibe muss leicht schräg stehen (die untere Frisbee-Seite leicht Richtung Boden zeigen).

Der Heber
Nimm die Scheibe satt als Rückhand zwischen die Finger. Lass deinen Oberarm locker hängen und winkle den Unterarm um 90 Grad an. Mache mit dem Unterarm eine Bewegung von unten nach oben. Du kannst die Bewegung aus der Schulter heraus unterstützen.

Wirf die Frisbee gerade mit dem Zwick im Handgelenk nach oben. Der Spin (Drehung der Scheibe) muss je nach Höhe nicht sehr stark sein.

Vom Winde verweht – Frisbees fliegen gegen den Wind

4. Wärme deinen Hund auf, auch bei warmen Temperaturen

Ja, jetzt kommt der grosse Moment. Dein Hund darf endlich an die Scheibe.

Aber, bitte leg nicht einfach los. Dein Hund hat gewartet während du trainiert hast. Er möchte erst aufgewärmt werden.

Ja, auch bei warmen Temperaturen ist es nötig den Hund aufzuwärmen. Für uns ist es auch nicht gesund, wenn wir von 0 auf 100 loslegen. Es geht nicht nur um den Körper, auch geistig kannst du deinen Hund vorbereiten.

Vielleicht sind seine Gedanken gerade bei der Katze hinten auf dem Feld. Wenn du ihn jetzt losmachst und eine Frisbee wirfst kann es passieren, dass er die Frisbee links liegen lässt.

Du findest deinen Hund hinten auf dem Feld!

Gehe ein paar Schritte mit deinem Hund, mach ein paar Gehorsamsübungen. Konzentriert euch aufeinander.

Wenn es nicht warm ist, musst du den Körper erst auf Betriebstemperatur bringen. Leichtes Joggen macht echt Spass. Auch Tricks wie durch die Beine laufen, sich drehen oder Männli machen sind gute Übungen. Hier hast du gleich noch die Dehnung mit drin.

Natürlich ist es ein Abwägen. Willst du ein paar kurze Scheiben für deinen Hund werfen, brauchst du ihn nicht erst 20 Minuten aufzuwärmen.

Wie Du in 10 Minuten deinen Hund aufwärmst

4.1 Und jetzt geht es richtig los – aber erst im nächsten Artikel!

Wir zeigen dir wie du die Motivation deines Hundes aufbaust. Und, du wirst erfahren wofür du den Roller und den Heber brauchst.

Ich habe eine Hundefrisbee – und nun? In 9 Schritten zum Ziel (Teil 2)

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Sandra und Sandro beschäftigen sich seit 2007 aktiv mit Hundefrisbee. Sandra agiert hinter der Bühne und Sandro steht auf der Bühne. Im Mittelpunkt stehen die zwei Hunde Chetana (Toller) und Sammy Lee (Wäller).

disc-dog@greenmail.ch
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6 Replies to “Ich habe eine Hundefrisbee – und nun? In 9 Schritten zum Ziel (Teil 1)”

    • Hallo Elisabeth

      Freut mich, dass dir unser Artikel gefällt. Bin auf deine Rückmeldung nach der Fortsetzung gespannt. Hast du mit dem Frisbee gerade erst angefangen?

      Liebe Grüsse
      Sandra

      • Hallo Sandra,
        ja ich hab erst jetzt damit angefangen, ist totales neuland für mich!
        Darum bin ich auch schon gespannt wie es weiter geht!
        Liebe Grüße
        Elisabeth

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